Die geotechnische Erkundung in Kerpen ist geprägt von den komplexen Untergrundverhältnissen des Rheinischen Braunkohlereviers. Mit der Expansion der Stadt von einem kleinen Burgort zu einer Mittelstadt mit über 65.000 Einwohnern wuchsen auch die Anforderungen an die Baugrundsicherheit. Umschließende Ortschaften wie Sindorf, Horrem oder Blatzheim liegen auf unterschiedlichsten Sedimenten – von quartären Terrassensanden über Lösslehmdecken bis hin zu umgelagerten Kippenböden aus dem Tagebau. Wer hier ein Bauwerk errichtet, braucht verlässliche Scherparameter. Der Triaxialversuch liefert exakt diese Kennwerte, indem er eine zylindrische Bodenprobe unter wirklichkeitsnahen Spannungszuständen abscheren lässt. Anders als der einfache Rahmenscherversuch berücksichtigt das Triaxialgerät den Porenwasserdruck und simuliert die seitliche Erdauflast, die in 10 oder 15 Metern Tiefe auf den Boden einwirkt. In Kerpen ist das besonders wichtig, weil viele Baugrundgutachten im Grenzbereich zwischen Tragfähigkeit und Setzungsrisiko liegen – eine direkte Folge der heterogenen Ablagerungen aus der Urft- und Erftaue. Unser Labor verarbeitet die Kerpener Proben innerhalb von 24 Stunden nach Entnahme, um Austrocknung oder Störung zu vermeiden.
Ein konsolidiert-drainierter Triaxialversuch an Kerpener Braunkohlesanden liefert den effektiven Reibungswinkel – die Grundlage für jede wirtschaftliche Gründungsoptimierung.
Technische Details zur Leistung in Kerpen
- Sättigung der Probe unter Gegendruck bis zum Skempton-Parameter B > 0,95
- Konsolidation unter isotropem oder anisotropem Spannungszustand je nach Lastgeschichte
- Abscherung mit einer Vorschubrate von 0,01 bis 0,05 mm/min, abgeleitet aus der Konsolidationszeit
- Porenwasserdruckmessung über eine gesättigte keramische Scheibe am Probenfuß

Typische technische Herausforderungen in Kerpen
Die Baugrundverhältnisse zwischen Kerpen-Horrem und Kerpen-Brüggen zeigen, wie variabel der Untergrund auf wenigen Kilometern sein kann. In Horrem dominieren bindige Deckschichten und Löss mit plastischen Eigenschaften – hier ist das Risiko von Kriechsetzungen hoch, wenn die Kohäsion überschätzt wird. Ein undrainierter Triaxialversuch (CU) mit Porenwasserdruckmessung deckt auf, ob der Boden unter schneller Belastung zum Entfestigen neigt. Brüggen hingegen liegt näher an der Erftaue mit rolligen Kiesen und Sanden, wo der dränierte Reibungswinkel die Bemessung dominiert. Ein Bauherr, der in Brüggen auf ein Baugrundgutachten ohne Triaxialversuch setzt, riskiert eine zu konservative Dimensionierung oder – schlimmer – eine unterschätzte Grundbruchgefahr. Wir haben in Kerpen schon erlebt, dass ein vermeintlich standsicherer Aushub in der gesättigten Kippe nach Starkregen kollabierte, weil der Winkel der inneren Reibung durch Auflast geringer ausfiel als vom Bodengutachter aus Tabellen abgelesen. Genau deshalb gehört der Versuch in jede Ausschreibung, sobald die Sicherheitsklasse GK 2 nach Eurocode 7 greift.
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Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum im Bereich Triaxialversuch deckt die gesamte Prozesskette ab – von der Probenentnahme auf Ihrer Baustelle in Kerpen bis zum unterschriftsreifen Prüfbericht. Wir arbeiten mit akkreditierten Verfahren nach DIN EN ISO/IEC 17025 und stellen die Ergebnisse innerhalb von fünf Werktagen nach Probeneingang bereit.
Durchführung konsolidiert-drainierter Triaxialversuche (CD)
Wir ermitteln die effektiven Scherparameter φ' und c' an Sanden, Kiesen und Kippenböden aus Kerpen. Dieser Versuch simuliert langfristige, dränierte Lastfälle, wie sie bei Dauerbauwerken und Böschungen auftreten. Inklusive vollständiger Sättigung, Konsolidation und langsamer Abscherung mit einer Dauer von 3 bis 5 Tagen pro Probe.
Durchführung konsolidiert-undrainierter Triaxialversuche (CU)
Für bindige Böden und Auenlehme aus dem Erfttal bieten wir CU-Versuche mit Porenwasserdruckmessung. Sie erhalten sowohl die totalen als auch die effektiven Scherparameter, was für die Bemessung von Bauzuständen und die Standsicherheit von Baugruben in Kerpen essenziell ist.
Übliche Fragen
Was kostet ein Triaxialversuch in Kerpen?
Ein einzelner CD- oder CU-Triaxialversuch an einer Bodenprobe liegt in unserem Labor in der Regel zwischen €1.900 und €2.340. Der Preis hängt vom Probendurchmesser (50, 70 oder 100 mm) und der Anzahl der Laststufen ab. Für eine vollständige Mohr-Coulomb-Hüllkurve mit drei Einzelversuchen kalkulieren Sie bitte mit dem dreifachen Betrag. Wir erstellen Ihnen vorab ein detailliertes Angebot.
Welche Bodenarten aus Kerpen können im Triaxialgerät geprüft werden?
Wir prüfen alle in Kerpen typischen Bodenarten: von den quartären Terrassensanden und Kiesen der Mittelterrasse über den Lösslehm der Bördelandschaft bis hin zu den Kippenböden und Tonsteinen aus dem Tagebauumfeld. Entscheidend ist die Probenqualität – bei rolligen Böden sind ungestörte Proben schwierig, wir bereiten sie dann lagenweise mit der im Feld ermittelten Dichte auf.
Wie lange dauert die Auswertung eines Triaxialversuchs?
Die reine Versuchsdurchführung dauert je nach Durchlässigkeit und Versuchstyp zwischen 2 und 5 Tagen. Die Auswertung mit Erstellung des Prüfberichts nach DIN 18137-2 benötigt einen weiteren Werktag. Sie erhalten von uns einen vorläufigen Kennwert innerhalb von 24 Stunden nach Versuchsende, falls der Zeitplan auf Ihrer Kerpener Baustelle drängt.