Die Kategorie Labor umfasst in Kerpen sämtliche bodenmechanischen und geotechnischen Klassifikationsversuche, die nach DIN EN ISO 17892 und den ergänzenden nationalen Regelwerken der DIN 4022 erforderlich sind. Auf den fluviatilen Ablagerungen der Erft und den Lösslehmdecken des Vorgebirges entscheidet oft die präzise Bestimmung der Atterberg-Grenzen über die Tragfähigkeitsbewertung bindiger Schichten. Eine fundierte Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) liefert die unverzichtbare Kornverteilung für Frostempfindlichkeit und Filterstabilität der quartären Terrassenkiese.
Baugrundgutachten für den Hoch- und Tiefbau, Versickerungsnachweise nach DWA-A 138 sowie die Bewertung von Aushubmaterial nach Ersatzbaustoffverordnung greifen direkt auf diese Laborwerte zu. Gerade bei der Herstellung von Flutpoldern oder der Erschließung im Kerpener Norden sichern die Atterberg-Grenzen zusammen mit der Korngrößenanalyse die Standsicherheit von Dämmen und Bauwerken auf setzungsempfindlichen Aueböden ab.
Die Ankerbemessung in Kerpen muss die Rheinterrassen-Schichten im Detail erfassen – pauschale Mantelreibungswerte führen hier zu unwirtschaftlichen oder unsicheren Lösungen.
Technische Details zur Leistung in Kerpen

Typische technische Herausforderungen in Kerpen
Zwischen dem östlichen Stadtgebiet nahe Sindorf und den westlichen Lagen an der Erft bestehen grundlegende Unterschiede im Baugrund, die bei der Ankerbemessung zu völlig verschiedenen Lösungsansätzen führen. In Sindorf dominieren mächtige Lösslehmdecken über Terrassensanden, während man entlang der Erftaue mit organischen Beimengungen und schwankenden Grundwasserständen rechnen muss. Ein zu kurz bemessener Anker im Bereich der Erftniederung verliert bei einem plötzlichen Grundwasseranstieg schnell seine wirksame Einbindung, was zu einem progressiven Versagen der gesamten Verbauwand führen kann. Die Gefahr von hydraulischem Grundbruch in diesen Zonen erfordert eine Ankerbemessung, die die wirksamen Spannungen unter Strömungsdruck präzise abbildet. Ohne eine auf Kerpen zugeschnittene geotechnische Erkundung und die korrekte Festlegung der freien Stahllänge gemäß den lokalen Schichtgrenzen riskiert der Bauherr Setzungen an angrenzender Bebauung.
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Unsere Leistungen
Unsere geotechnische Beratung in Kerpen deckt die gesamte Planungskette der Ankertechnik ab, von der Baugrunderkundung bis zur Abnahmeprüfung auf der Baustelle.
Bemessung aktiver Litzen- und Stabanker
Rechnerische Dimensionierung der freien Stahllänge und der Krafteinleitungslänge auf Basis von Baugrundaufschlüssen in Kerpen. Berücksichtigung der Grenzzustände GEO-2 und GEO-3 nach EC 7, inklusive Festlegung der Vorspannkraft und des Verpressregimes. Ausgabe eines prüffähigen Bemessungsberichts mit Last-Verformungs-Diagrammen für jede Ankerlage.
Konzeption passiver Ankersysteme und Bodennägel
Entwicklung von Vernagelungskonzepten für nicht vorgespannte Sicherungssysteme in den rolligen Böden der Kerpener Hauptterrasse. Berechnung der Auszieh- und Tragfähigkeit unter Berücksichtigung der lokalen Reibungswinkel und der Grenztragfähigkeit des Verpressmörtels. Geeignet für steile Baugruben in beengten innerstädtischen Verhältnissen.