Kerpen liegt auf rund 95 Metern über NHN, geprägt von den Terrassenablagerungen der Erft und mächtigen Lössschichten. Wer hier ein Bauvorhaben plant, muss die Korngrößenverteilung des Baugrunds zwingend kennen. Der Mix aus feinen Schluffen, Sanden und Kiesen variiert schon auf kürzester Distanz. Eine präzise Korngrößenanalyse mit kombinierter Siebung und Hydrometer liefert exakt jene Kennwerte, die Statiker und Geotechniker für die Bemessung benötigen. Kerpen ist keine geologische Monokultur. Im Westen dominieren sandig-kiesige Böden, während im Osten bindige, setzungsempfindliche Lehme anstehen. Unsere Laboruntersuchung erfasst das gesamte Spektrum von Grobkies bis Tonpartikel und schafft damit eine belastbare Basis für jede Gründungsentscheidung. Ohne diese Daten bleibt die Tragfähigkeitsprognose eine Mutmaßung, die später teure Nacharbeiten provoziert.
Die Sieblinie ist der Fingerabdruck des Bodens. Sie verrät Ihnen Tragfähigkeit, Verdichtbarkeit und Dränverhalten auf einen Blick.
Technische Details zur Leistung in Kerpen

Typische technische Herausforderungen in Kerpen
Ein Vergleich zweier Standorte in Kerpen macht das Risiko deutlich: Ein Bauplatz nahe der Erftaue in Türnich steht oft auf weichen Auelehmen mit hohem Feinkornanteil. Nur 5 Kilometer entfernt, in Sindorf, dominieren trockene, tragfähige Terrassensande. Eine Baugrundbeurteilung ohne differenzierte Korngrößenanalyse würde beide Standorte gleich behandeln und damit entweder unwirtschaftlich überdimensionieren oder gefährlich unterbemessen. Die größte Gefahr liegt im unerkannten Feinkorn. Schluffige Böden neigen unter dynamischer Last zum Pumpen und verlieren schlagartig ihre Tragfähigkeit. Wer hier ohne Sieblinie verdichtet oder entwässert, riskiert Setzungsrisse und Frostschäden im ersten Winter. Gerade in den Randlagen Kerpens mit wechselnden Auffüllungen aus dem Braunkohletagebau ist die exakte Kornverteilung die einzige verlässliche Grundlage für den Baugrundnachweis.
Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?
Antwort innerhalb von 24h.
Unsere Leistungen
Unser Labor in der Region bietet zwei kombinierte Prüfverfahren, die stets auf die spezifischen Bodenverhältnisse in Kerpen abgestimmt werden:
Klassische Siebanalyse mit Hydrometer
Vollständige Kornverteilungskurve für gemischtkörnige Böden. Wir erfassen Grob- und Feinanteil in einem Zug und liefern die exakte Einstufung nach DIN 18196 inklusive aller bodenmechanischen Kennziffern wie Cu und Cc.
Korngrößenanalyse mit Zusatzprüfungen
Kombinierte Untersuchung mit Glühverlust, Kalkgehalt und Wassergehalt. Diese Erweiterung ist besonders bei Auffüllungen und anthropogen veränderten Böden in Kerpen sinnvoll, um organische Beimengungen zu quantifizieren.
Übliche Fragen
Was kostet eine Korngrößenanalyse mit Siebung und Hydrometer in Kerpen?
Die kombinierte Prüfung liegt preislich im Bereich von €100 bis €160 pro Probe. Der exakte Betrag hängt vom erforderlichen Siebsatz und der Anzahl der Aräometer-Messungen ab. Enthalten sind die Erstellung der Sieblinie und die Klassifikation nach DIN.
Wie viel Bodenmaterial benötigt das Labor aus Kerpen für die Prüfung?
Für die kombinierte Analyse brauchen wir je nach Größtkorn zwischen 2 und 5 Kilogramm Material. Bei bindigen Böden ist eine ungestörte Probe im Sonderzylinder optimal. Unser Team holt die Proben auf Wunsch direkt von der Baustelle ab.
Warum reicht eine reine Siebung ohne Hydrometer in Kerpen oft nicht aus?
Kerpen hat großflächig Löss- und Lösslehmböden mit Feinkornanteilen über 40 Prozent. Ohne Aräometer bleibt dieser Anteil unbestimmt. Die Frostklasse und die kapillare Steighöhe lassen sich dann nicht korrekt ableiten, was bei der Planung von Dränagen und frostsicheren Gründungen zu Fehlern führt.